Pfifferlinge

Das war gar keine richtige Party, auf der ich da gelandet war, es war eins dieser Besäufnisse im Schwenkbereich zwischen Weihnachten und Neujahr, wo alle frei haben und wo es ununterbrochen regnet und schon deshalb keiner nach Hause will. Ich steh also mit einem Becher Bier in der Küche und qualme mit Beate, der Remscheider Hängetitte, eine schöne Marihuana-Lolle, als wir plötzlich den dicken Hansi schreien hören.

“WIE, ES GIBT NIX MEHR ZU ESSEN?? IST ZU ESSEN SCHON ALLES WEG?! OCH MANN!” Kurze Pause, wütendes Gestöhne. “NA, DANN KAUF ICH MIR EBEN EINEN TELLER PFIFFERLINGE, HÖR MAL!!”

Wir sehen ihn durch den Hausflur schaukeln, die Türe aufreissen und mit roter Daunenjacke Richtung Stadtwald verschwinden, zum Uhu, dem berüchtigten Nachtrestaurant an der Burger Landstraße.

Es ist weit nach Mitternacht, als der dicke Hansi, den niemand mehr auf der Rechnung hat, mit einem Mal wieder auf der Veranda steht, die Buxe voller Schlamm, Zweige im Haar und klätschnass, aber überglücklich und mit gesunden roten Bäckchen.

“PFIFFERLINGE WAREN AUSVERKAUFT IM UHU, HAB ICH MIR IM WALD PAAR PFIFFERLINGE AUSGEBUDDELT UND GEFRESSEN, HOFFENTLICH WAREN DAS AUCH PFIFFERLINGE, HÖR MAL!”

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