Flurpunk

Eine Weile wohnten ein Paps und seine pummelige Tochter über uns.

Gus war ein 40jähriger Ex-Punk, den ich von früher kannte, ohne dass man sich wirklich nahe gekommen wäre. Er war gelernter Maler und Anstreicher und hatte über die Jahre eine entsprechende Flotte an Muskeln und Schultern aufgebaut, während Töchterchen Greta, 15, gerade den Umstieg von Boygroups auf Punk probte und die ganze Siedlung daran teihaben ließ.

So war Greta nicht nur für einen knüppellauten Tote Hosen-Song gut, wenn sie in der Nacht mal eben aufs Klo huschte auf neuen, noch nicht eingelaufenen Hollandblotschen, Souvenir eines Hardrock-Festivals in Eindhoven, sie konnte auch wunderbar rauchig und endlos lachen, wenn keinerlei Grund vorlag. Einfach mal lachen elf Stunden am Stück, ja, mein Gott! Warum denn nicht!?

Mit anderen Worten: recht sympathisch das alles, besonders für Leute, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnten und über Ohren verfügten ohne jegliche Funktion – ja, für die war es herrlich geradezu, ganz ganz.. herrlich.

Langsam hatten wir die Nase voll.

Überall begegneten einem in sich gekehrte, unnahbare Kids mit Headsets, groß wie Parabolspiegel, aus denen kein Mucks nach aussen drang, nur bei uns zuhause war Power-Beschallung ohne Ende. Ich klingelte bei Gus und beschwerte mich über die Dauerlärmbelästigung, und da er sich verständig zeigte, im T-Shirt in der Tür stehend, den Bizeps ausrollend, locker wie einen Blätterteig, herrschte eine Weile Friede im Haus.

Tiefer Friede, denn sogar Greta gab sich konziliant. Sie trug plötzlich Steckfrisur und Röckchen, und wenn ich aus dem Fenster schaute, sah ich sie mit dem Rucksack losziehen, eine kleine Frau, die Einkaufen ging.

Der Friede hielt bis zu diesem langen Wochenende an Pfingsten 2006, als Gus Besuch bekam von Sprotte, einem zwanzig Jahre jüngeren Arbeitskollegen. Auf der Stirn führte er eine große Fischlocke spazieren, exakt auf Kante gemangelt, und er sorgte verläßlich für Ärger: Sprotte war ein Pöbel aus Überzeugung.

Nun ist das mit dem Pöbel so eine Sache. Wenn ich früher am Tresen stand, hatte ich mit solchen Vögeln oft die beste Unterhaltung. Die Gräfin träumt heute noch gelegentlich davon, wie ich war, als sie mich kennenlernte.

“In meinen Träumen liegst du mit entblößtem Oberkörper im Gras, hast ein blondes Liebchen im Arm und pöbelst die Leute an. Machst einen auf dicke Hose, so wie früher, aber es ist nur ein Spiel, es ist unwichtig. Es ist eher, als würdest du alles mit links machen. Wie oft hab ich früher im Mumms gestanden und dir zugeschaut, wie dich irgendwelche Großschnauzen und Nullchecker vollgesabbelt haben, und du warst ganz begeistert und hast mit großen Notizbuchaugen zugehört. Junge, waren das Blödmänner – und was hattest du einen Spaß.”

Ich bin mit Sprotte also vertraut, ich kann gut mit so Typen. Aber es gibt Grenzen, und die Grenze verläuft genau da, wo man mir auf die Pelle rückt. Dann dreh ich mich um – und bin weg. Was nicht so einfach ist, wenn man sich den Pöbel da einhandelt, wo man wohnt.

Pfingsten 2006. Den ganzen Nachmittag wurden wir von Gus und Sprotte mit Gelächter, Saufgelage und Speed Metal misshandelt, und als es dunkel wurde, jagte Töchterchen Greta zusätzlich ihren Kinderpunk über die Bretter, die unsere Decke bedeuteten. Weil ich müde war, schlief ich trotzdem ein, tief, wie von der Mafia versenkt.

Es war Mitternacht, als ich wieder aufwachte, mit verwuschelten Augenbrauen. Die Gräfin stierte in den Fernsehapparat, aber nur mit einem Auge, das andere blitzte zornig nach oben, wo ein Riesenradau im Gange war.

“Hm…? Wasn da los? Spinnen die?!” räusperte ich mich. “Wieviel Leute sind das mittlerweile?!”

“Immer noch die drei. Aber die machen einen Höllenlärm! Das geht seit ner Stunde so, und die werden immer dreister. Es dauert nicht mehr lang, und ich raste aus..!”

Das klang nicht gut. Das klang gar nicht gut. Die Gräfin und Ausrasten, da konnte ich ein Lied von zwitschern, selbst Rammstein wechselten verschämt die Straßenseite. Besser, ich ließ mir etwas einfallen, was die Situation entschärfte. Außerdem wollte ich weiterpennen, noch ein Stündchen dranhängen.

Ich stieg aus dem Bett und schnappte mir den großen Straßenbesen, der in unserer Großküche für zwei Leute neben der dreiteiligen Gefrierkombination stand und selten gebraucht wurde. Nagelneu, das Teil, mit langem Stiel aus Kunststoff. Im Zimmer der Gräfin war die Musik am lautesten, es dröhnte wie in Stalingrad, also pöhlte ich dort mit dem Stiel gegen die Zimmerdecke, PFOCK! PFOCK! PFOCK!, dass mir die Tapete um die Nase rieselte. Dann legte ich noch einen nach – trocken, punktgenau:

PFOCK.

“HE, MACHT LEISER DA OBEN! IHR SPINNT WOHL! IHR ASIS!” keifte die Gräfin, die mir gefolgt war.

Ha! Genau wie früher! Nur umgekehrt. Als Frau Fischer noch über uns wohnte und mit dem Besenstiel nach unten meckerte, weil ich es nicht übers Herz brachte, Alice Cooper leiser als 120 Dezibel abzuspielen. “HIER OBEN KANN MAN SEINEN EIGENEN FERNSEHER NICHT VERSTEHEN!” krähte Frau Fischer dann gern. Das waren noch Zeiten. Heiliger Bimbam, wir waren damals nicht so ein Gesocks wie heutzutage die junge Generation.

Resultat der Klopfaktion: es wurde leiser, Gus drehte tatsächlich die Lautstärke runter. Auf der Stelle, auf null. Sehr schön. Die Gräfin und ich verschwanden wieder ins Bett.

“Die haben aber fix reagiert, die beiden”, wunderte sie sich.

“Tja, Baby”, sagte ich, “man muss wissen, wie und wo man den Schrubber ansetzt. Das hab ich von Frau Fischer gelernt. Klopfe wie ein Mann! Nicht so bitte, bitte die Decke streicheln.. Vergiss es. Das bringt nichts.”

Exakt in diesem Moment und keine Hundertsel Sekunde später kehrte im ersten Stock der Death Metal zurück, der Dark Metal, der Speed Metal, und zwar auf so breiter, basslastiger, gehässiger Front, dass einem die Membran wegflog. Dazu das höhnische Gelächter von Sprotte & Co., ach was, Gelächter, eher so..

GEWIEHER!!

Ich geriet außer mir, ich raste! Und zwar mit den Augen der Gräfin hinterher. Die war aus dem Bett gesprungen, rüber in ihr Zimmer. Ein wütendes Weib, das sich den Schrubber schnappte. PFOCK!!! PFOCK!!! “MACHT ENDLICH LEISAHH DA OBEN!!” Und was machte die Bande über uns, voll wie die Treteimer? Klopfte zurück! Pfock! Pfock! PFFFOKKKK!!!! Total link. Die Gräfin kehrte zurück. Verblüfft. Mit dieser Respektlosigkeit hatte sie nicht gerechnet. Ich auch nicht. Ich war im Bett liegen geblieben. Ich hatte gedacht, geht auch ohne mich. Ich muss mir ja nicht für jeden Blödmann die Stimmlippe und den Besen ruinieren.

“Scheisse, sind die besoffen”, sagte ich mit leichter Bewunderung.

“Und ich bin nüchtern und total genervt!” zeterte die Gräfin. “Muss ich jetzt etwa genauso besoffen sein wie die Penner da oben, damit alle glücklich sind!!?” Sie war in Rage. Zänkisch. “Wie kannst du da so ruhig liegen bleiben im Bett?! Die tanzen uns auf dem Kopf rum! Die machen sich lustig über uns!”

Ich war ein abgekauter müder alter Bleistift, aber sie wusste, wie man mich anspitzt.

“Los! Mach was! Die sollen gefälligst leiser machen da oben! Die Lutscher! Es reicht!”

Ruckzuck war ich auf den Beinen. Meiner Puppe tanzte niemand auf dem Kopf herum. Mir vielleicht – aber nicht ihr! Nee, mir auch nicht! WICHSER! Über uns zog ein martialisch dumpfer Heavy Metal-Schlitten seine Spuren durch den Estrich, mit Kufen auf Düsenjet-Basis.

(Zwei Jahre später fand ein personeller Austausch statt. Die kleine Greta war plötzlich weg, dafür zog ihr älterer Bruder ein. Maurice war eigentlich Hip Hopper, favorisierte aber eine Weile elektronische Musik, der man die Rechenleistung aus dem Computer anhörte. Es klang wie eine Substanz, die sich selbst isolierte. Wie von zäher Geisterhand aktiviert, vibrierte das ganze Haus, es war ein ständiges Sich-selbst-verschlucken. War ich froh, als der Bursche wieder auf Hip Hop und Gras umgesattelt war.)

“Weißt du was? Wir drehen denen Pennern den Strom ab da oben”, sagte ich.

Das musste ich der Gräfin nicht zweimal vorschlagen. Sie war sofort Feuer und Flamme, sie war ausführendes Organ. Sie rannte barfuß runter in den Keller. Ich blieb oben am Treppenabsatz stehen. Zum ersten Mal meldete sich auch der Hund, gerade wach geworden. Er stand neben mir, zerzaust wie ein großes graues Vögelchen, und knurrte.

“Verflucht! Wo ist denn hier.. der.. der.. Dingsda?” hörte ich die Gräfin an Schranktüren hantieren und schimpfen. “Komm runter. Bring Licht mit.”

Frau Moll setzte sich in Bewegung, ich hinterher. Im Keller war es stockfinster. Zu dritt scharten wir uns um den Sicherungskasten.

“Wo ist denn hier erste Etage, verdammt?!” fluchte die Gräfin.

Ich zündete ein Streichholz.

“Hier.”

“Ach da.. Und welchen Schalter leg ich um? Das sind doch zehn Schalter, nur für die erste Etage! Mindestens zehn! Einer fürn Herd, einer fürs Licht, einer.. “

“Alle”, sagte ich. “Leg alle um.”

Zzzzzp… fiel die ganze Reihe. Zehn auf dem Feld verreckte Soldaten, und sofort war.. Stille. Wir horchten. Nein, kein Laut. Nicht mal ein Flüstern, wo sonst der kleinste Furz zu hören war. Als das Haus Ende der Zwanzigerjahre gebaut wurde, hatte man vermutlich statt Zement das Knochenmehl dünner Kommunisten zusammengerührt.

Die Genossenschaftsiedlung Am Kannenhof wurde 1926 nach dem Vorbild Wiener Gartensiedlungen gebaut. Es gab einen Musiktempel, ein Tanz-Restaurant mit Lesezimmer sowie den großen Botanischen Garten, zusätzlich zu den Gärten, die jedem Mieter zustanden und hinter den Häusern angelegt waren.

Das Restaurant fiel im Krieg einem Bombenangriff zum Opfer und brannte aus, (meine Eltern erinnerten sich, als Teenager dort regelmäßig zum Tanzen gegangen zu sein), doch der runde Musik-Tempel steht bis heute an seiner ursprünglichen Stelle. Während sich im oberen Raum alte Männer zum Skat treffen, wurde das Kellergewölbe bis in die Siebzigerjahre als Proberaum genutzt. Als Knirpse hockten wir vor den verhangenen Kellerfenstern und lauschten den Lokalmatadoren von Accept. Die quenglig-kehlige Stimme von Udo Dierkschneider hab ich heute noch im Ohr – es ist keine gemütliche Erinnerung.

“Damit haben die nicht gerechnet da oben!” freute sich die Gräfin, als wir aus dem Keller zurück waren. Der Stromentzug war ein voller Erfolg. Im Haus war es still und dunkel, lediglich unser alter Fernseher flackerte vor sich hin. Wir klatschten uns ab. Wir schauten noch in einen Spätfilm rein, waren aber nicht bei der Sache. Wir warteten auf eine Gegenreaktion. Da musste doch noch was kommen. Da fehlte noch was.

“Das können die doch nicht einfach auf sich sitzen lassen. Oder meinst du, die sind so besoffen, die merken nicht mal, dass sie im Dunkeln sitzen..?”

“Hm. Da würd ich jetzt nicht drauf wetten”, sagte ich.

Als hätte ich es geahnt, war da plötzlich ein Wispern zu hören. Ein mehrstimmiges Geflüster. Es kam aus dem Hausflur. Erst tauchte unser Fernsehbild ab. Dann die roten Leuchtziffern des Radioweckers – weg. Alles weg.

“NEE JETZT, NE!?” schrie ich betroffen. “DIE HABEN UNSEREN STROM AUCH GEKAPPT!”

Die Gräfin, der Hund und ich raus in den Flur, drei Furien auf dem Weg in die Hölle. Jemand stampfte die Kellertreppe hoch, ich griff ins Dunkel und erwischte irgendwen am Schlafittchen. Im letzten Moment erkannte ich, dass es Gus war, mit einem spitzbübisch-besoffenen Grinsen im Gesicht: Den Spießern hab ich’s gezeigt!

“Seid ihr eigentlich bescheuert?!” brüllte ich ihn an.

Ich bin ein friedliebender Mensch, ich bin ein langmütiger Mensch, doch irgendwann reicht es – dann bin ich nur noch Mensch, mit all seinen männlichen Fertigkeiten wie Boxen auf dem Rummel und Schützenfestschubsen.“Den ganzen Tag eure scheiß Musik, da dreht man doch durch..!”

Ich riss an seiner Schulter, doch Gus blieb unbeeindruckt. Er stand einfach da. Wie ein Fels. Warm, überraschend warm, als hätte er den ganzen Tag die Sonne der Prärie genossen. Gus war ein ex-Punk, der im Herzen immer Punk geblieben war, und er hatte einen Kompagnon namens Sprotte, das war das Problem.

“Die Finger weg..”, drohte Gus, mühsam den Zorn unterdrückend.

“Wie, die Finger weg?! Wir haben die Nase voll von euch! Was glaubt ihr eigentlich, was ihr euch noch alles erlauben könnt??”

“Fass mich nicht an – da steh ich gar nicht drauf..”

Er hatte mich ebenfalls am Kragen gepackt, und so verharrten wir in dieser Position, am Treppenabsatz. Es ging nicht vor und nicht zurück, auch der Hund blieb still, bis die Gräfin sich einmischte, von hinten, in den Händen den Wassernapf des Hundes.

“He, hört auf! Ihr sollt aufhören! Alle beide!”

Sie holte Schwung und kippte das Wasser in einem einzigen Schwall aus, genau zwischen Gus und mir. Wir standen da wie zwei begossene Flurpudel. Nun gab sich auch Sprotte die Ehre. Kam die Treppe runtergewatschelt, ein betrunkener Pinguin, in der Stirn die dämliche Fischlocke.

“Und ich dachte, ihr seid cool!” prustete er.

Die Gräfin glotzte ihn an wie einen Alien.

“Cool..”, spottete sie. “Wir alle sind so was von.. cool..! Du Blödmann.”

“Wir wollen doch nur feiern!” rief Sprotte. “Die ganze Woche haben wir hart gearbeitet, da kann man doch mal feiern am Wochenende, oder nicht!? Wieso kommt ihr nicht einfach hoch zu uns und trinkt ein Bierchen mit?! Das wär cool!”

“Vielleicht, weil wir keine Lust dazu haben!?” entgegnete die Gräfin. “Oder muss ich mich vor dir rechtfertigen, wenn ich keine Lust hab zu saufen?! Du hast sie wohl nicht mehr alle!”

Der Hund gab keinen Ton von sich. Fletschte nicht einmal die Zähne, wie er es sonst getan hätte, wenn Fremde im Haus sind. Er saß einfach nur da. Als wäre er gar kein Hund, sondern ein großes Damenhandtäschchen, aus dem ein Haufen graues Fell quoll.

“Hat ja keiner was dagegen, wenn ihr feiert, aber irgendwann ist Schluss! Ihr könnt uns doch nicht die ganze Nacht auf den Nerv gehen! Wir nerven auch niemanden!” tobte die Gräfin.

“Na klar nervt ihr jemanden!”

“Wir!!? Wen denn?!”

“Na, UNS! Ihr nervt uns! Mit eurem.. äh Leisesein!”

Gus und ich waren nur noch Randfiguren, die im Ohnsorg-Theater einem Tratsch im Treppenhaus beiwohnten.

“Komm, Sprotte, ist gut..”, sagte Gus, und seine Züge milderten sich, “Lass gut sein.”

Dann, leiser, zu mir: “Tut mir leid.. ich will das alles nicht.. Ich bin nicht so gut drauf im Moment, weisst du.”

“Dann mach nächstes Mal einfach die Musik leiser”, schlug ich vor. Selber froh, dass Henry Vahl und Heidi Kabel wieder miteinander konnten. Ich mein, sich abstechen nur wegen so nem bisschen Musik und Fischgestank..

“WAS FÜRN FISCHGESTANK??”

“War nur Spaß, Gus”, sagte ich.

Sprotte watschelte nervös auf dem Treppenabsatz hin und her, wie ein Sparringspartner. Die Gräfin nannte ihn zweimal hintereinander Hotte.

“Du weißt ja noch nicht einmal, wie ich heiße!” entrüstete er sich.

“Na ja, wie denn auch, du Blödmann! Hast du dich bei mir etwa vorgestellt?”

Plötzlich hörten wir ein rauchiges Kichern, und guckten alle hoch. Greta war dazugekommen und hielt ihr Handy ins Treppenhaus, sie knipste ein Foto mit Blitzlicht. Ich blickte Gus an, der blickte die Gräfin an, und Sprotte hielt sich den Fischbauch vor Lachen.

“Alles klar! Am Montag sind wir die Attraktion in der großen Pause!”

Ja, das konnte angehen. Vielleicht für ne halbe Minute. Aber dafür reichte auch die kleine Fünf-Minuten-Pause zwischen der ersten und zweiten Stunde. Sag mal, Greta – hauen die beiden Penner sich noch aufs Maul – oder schwulen die nur rum?!

Als wir kurz darauf im Bett lagen und endlich Ruhe einkehrte, hatte die Gräfin einen interessanten Gedanken.

“Was meinst du? Haben wir vielleicht den Schuss nicht gehört?”

“Hm? Welchen Schuss?”

“Na ja, vielleicht hat sich der Wind in der Welt längst gedreht und jetzt müssen die, die leise sind, Rücksicht nehmen auf die, die laut sind. Was meinst du?”

Wir lagen noch eine Weile wach.