Locker machen für die Hölle

Beim Frühstück erzähle ich ihr von einer Dokumentation über die vergessene deutsche Jazzsängerin Inge Brandenburg, von der ich nie zuvor gehört hatte. Dass sie schon 1979 gestorben ist und dass zu ihrem Begräbnis nur sieben Leute kamen.

„Sieben“, sage ich.

„Na ja sieben.. Ich mein, was willst du mehr vom Leben als sieben Menschen, die zu deinem Begräbnis erscheinen und es ernst meinen“, sagt sie.

*

Warum müssen wir sterben?

Und wenn wir schon sterben müssen, warum gibt es dann noch alte Fotos von uns, auf denen wir lachen?

– Die Gräfin –

*

Am 10. Mai ist es ein Jahr her, dass ich mir einen dreifachen Herzinfarkt anlachte. Karlos hat mich mal gefragt, ob ich das Leben jetzt intensiver lebe. Sagen ja so ziemlich alle, die dem Tod von der Schippe gesprungen sind. Nee, sagte ich zu Karlos, nicht dass ich wüsste. Es ist nur so, dass seither eine Art Urvertrauen flöten gegangen ist.

Das Urvertrauen, ewig zu leben.

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Und dann spielt mir der Zufall eine kleine Notiz in die Hände, vom Februar 2012 auf 500beine. Drei Monate vor dem Unglück auf dem Fronhof. Der Text ist keine große Sache, doch als ich den letzten Satz erreiche, wird mir ganz anders. Was zum Teufel wusste ich im Februar 2012?

Ich hab mal ein Buch gelesen

*

Ich mag Hunde.

6 Gedanken zu „Locker machen für die Hölle

Hätte ich doch besser die Fresse gehalten

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