Die 50 besten Songs (11) – Alone again, Gilbert O’Sullivan

Looking back over the years. Ist gut jetzt. Es reicht. Noch nicht ganz.

Es war der Rest der unschuldigen Zeiten, Mitte der Achtzigerjahre, später Biedermeier. Wenn wir uns ab und zu ein Pack Heroin besorgten, Bubbles gab es damals noch nicht, zogen wir im Laufschritt nach Hause. Wir legten tatsächlich den Eilboten-Gang ein, wir kicherten wie Schulmädchen, in Vorfreude auf die nächsten Stunden, wir hatten wirklich ein ziemliches Schoss raus, Karlos und ich. Als hätten wir ein Tütchen Puppenstuben-Heroin gekauft, um uns auf die Zeit als Junkie vorzubereiten.

Zu Hause holte ich den Rasierspiegel aus dem Bad.

Wir schütteten das braune Pulver aus, hackten und mörserten es mit Rasierklinge und Bank-Card bis es endlich fein genug war für die Nase, und zogen zwei lange Linien. Während wir die Lines snieften, beobachteten wir uns im Spiegel. Ich dachte damals schon, Junge, hast du alte Haut um die Augen. Was würde ich erst heute denken.

Mir wurde immer ein bisschen übel, wenn die Chemie die Kehle runterlief, und langsam im Leib versickerte. Ich legte Gilbert O’Sullivan auf. Big Hits, A-Seite, erste Nummer. Immer nur die erste Nummer, zwei Mal hintereinander, Alone again. Zu zweit. Ein Ritual. What do we do. In meiner Erinnerung war immer Sommer, und wir haben immer gekotzt. Das ist doch viel zu stark, dachte ich. Das Zeug ist viel zu stark. Doch Gott in seiner Gnade gewährte uns freie Hand.

Wir lehnten uns zurück, und warteten.

Hätte ich doch besser die Fresse gehalten

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