Der Herbst der alten Hunde, II

moll.strasse2

Alte Hunde überlegen es sich zwei Mal, ob sie sich ablegen sollen – letzten Endes muss man ja auch wieder hochkommem.

*

Ich hab nicht darauf hingearbeitet, doch jetzt, wo es soweit ist, lasse ich es mir gefallen. Plötzlich bekomme ich Besuch von alten Hunden, von überall her kommen sie angelaufen und suchen meine Nähe, sie drücken sich an mein Bein, sie schmiegen ihre Köpfchen an meine Schenkel, ich spüre ihre langen Ohren, ihre Wärme, ihr sprödes, nicht mehr vollzähliges graues Fell, (Grau ist das neue Silber), das Anstupsen ihrer Nasen, das sich wie eine freundlich-feuchte Aufforderung liest: Komm ran, alter Bursche, reih dich ein. Ich bin angekommen im Olymp der alten Hunde – ich hab sie nicht herangeholt.

3 Gedanken zu „Der Herbst der alten Hunde, II

Hätte ich doch besser die Fresse gehalten

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s