Elf Jahre, gelernter Mittelstürmer, ne Zwei in Englisch

Ich war elf Jahre alt und lebte in Fußballbüchern, wenn ich nicht gerade draussen auf dem Platz war und selber kickte. Bis auf „Fußballtrainer Wulff“, vom Taschengeld gekauft, waren es meist alte Schwarten, die mir mein fußballvernarrter Patenonkel Fitting überlassen hatte. Sie trugen Titel wie Spinne, der Torwart und Elf Freunde müsst ihr sein. Ein aus dem Französischen übersetzten Fußballroman für Jungs, Die verschworene Mannschaft, begann mit der programmatischen Einleitung: „In allen Unterrichtspausen spielten wir Fußball.“ Dann gab es noch Uwe findet zum Fußball, Fußballweltmeisterschaft 1966, Fußballweltmeisterschaft 1958 und natürlich das blaue König Fußball-Buch, 600 Seiten stark. Ich vergrub mich darin, ich bekam kaum genug davon. Manche Sätze musste ich wieder und wieder lesen, wie ein begeisterter junger Trinker.

Ein Satzsäufer.

Besonders einfache schnörkellose Sätze hatten es mir angetan, begnadete kleine Reißer wie: Der Druck des englischen Sturmes wurde von Minute zu Minute stärker, bis er zu explodieren drohte. Oder: Das Drama kam in der zweiten Spielhälfte zum Höhepunkt, als Mathews sich durchtankte. Und: Es waren 100.000 Menschen, die trotz Regenschauern aushielten, sie dankten dem Spieler durch nicht enden wollende Jubelchöre und liessen ihn hochleben.

Fans, die im strömenden Regen auf die Barrikaden gingen, um Sir Stanley Mathews zum Bleiben zu bewegen, der noch im biblischen Alter von 50 (!) Jahren für Stoke City in der ersten englischen Liga auflief – ich konnte kaum genug von solchen Legenden kriegen, das war es, was ich lesen wollte. Ich wurde eins mit der begeisterten Masse, die ihren Helden auf Schultern durch die Strassen trug, und die bittere Tränen vergoss, als er in die ewigen Rechtsaussengründe einging. So einen Opa hätte ich auch gern gehabt. Meiner war gelernter Federmetzreider, wie der Solinger sagt, ein Taschenmessermonteur, das hatte er von seinem Vater gelernt, meinem Ur-Opa.

Ich las von Garrincha, dem brasilianischen Fußball-Mythos der 1950er und 60er Jahre, und seinem Misstrauen. Das Geld, das er bei Botafogo verdiente, dem Club, dem er zeitlebens treu blieb, vertraute er keiner Bank an, er versteckte es daheim im Kleiderschrank. Zu Beginn der Saison, wenn eine neue Lieferung kam, in kleinen gebrauchten Scheinen, stemmte sich die ganze Familie mit vereinten Kräften gegen die Schranktüren, um sie wieder zuzukriegen. Dazu lief laute Bossa Nova Musik, um die neidische Nachbarschaft in der Favela (!) auszutricksen.

Garrincha hatte nicht nur einen Onkel Dagobert-Geldspeicher der Holzklasse im Schlafzimmer, er hatte auch von Geburt an schlimme Beine, ein O- und ein X-Bein. Rein rechnerisch hätte er nach jedem Schritt umfallen müssen. Stattdessen wagte er auf dem Rasen die witzigsten, ja die kaputtesten Dribblings, die Brasilien je gesehen hatte. Er tanzte Gegner gegen jede theoretische Wahrscheinlichkeit aus, er belästigte und kompromittierte sie und liess sie hinter sich zurück wie gründelnde Enten. Er fiedelte alles und jeden um den Verstand. Er starb besoffen.

Hier ruht Garrincha, der die Freude der Menschen war

so steht es geschrieben auf seinem Grabstein. Noch heute pilgern treue Fans zu seiner Ruhestätte, noch heute fliessen Tränen. Mehr noch als Pele oder Maradona dribbelte sich Garrincha ins Herz Südamerikas.

Fußballer wie George Best, Pele, Garrincha oder der „schwarze Panther“ Eusebio (nach dessen Tod 2014 Portugal eine dreitägige Staatstrauer ausrief) waren für mich hauptsächlich literarische Helden. Sie gehörten noch zu der Generation von Fußballern, von denen es nicht so viele bewegte Bilder gab. Als das nordirische Idol George Best 2005 starb („Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst.“), hatte man zunächst Mühe, einigermaßen sendefähiges TV-Material aufzutreiben. Seinem Ruf als Exzentriker hat es allerdings nie geschadet, im Gegenteil: mit jedem Jahr, das er tot ist, werden seine Eskapaden, auch die auf dem Spielfeld, immer wilder und fintenreicher.

Aber der Mensch lebt nicht vom Fußball allein, selbst der 11jährige Mensch und Mittelstürmer nicht. Es gab auch andere schöne Dinge. Andere Bücher zum Beispiel. Auf dem Regal meiner großen Schwester entdeckte ich Abenteuerbücher von Enid Blyton. Nicht die berühmte Fünf Freunde-Reihe, sondern die Geheimnis-Bücher: Geheimnis um eine Tasse Tee, Geheimnis um einen roten Schuh, Geheimnis um eine Efeuvilla. Ähnlich wie bei den Fünf Freunden siedelte Enid Blyton die Geheimnis-Bücher in den großen englischen Sommerferien an, wenn Dicki, der Anführer, aus dem Internat zurückkehrte, um mit den anderen Spürnasen und Purzel, einem schwarzen Scotchterrier, in Peterswalde Verbrechen aufzuklären. In wo, Peterswalde..? Ich war perplex. Ich war fassungslos. Wie konnte eine Stadt in England Peterswalde heissen. Peter’s Wood meinetwegen, The Peter Forrest oder New Peter City – aber „Peterswalde“? Es klang ähnlich beknackt wie „Hans der Herzen“, wie ich einmal bei totaler Kopffinsternis den Begriff „Jack of Hearts“ übersetzt hatte, Herz-Bube. Karlos lachte sich jahrelang scheckig über meinen Fauxpas. „Na, Hans der Herzen“, begrüßte er mich gern, wenn ich mal wieder Zoff mit Lena hatte.

Vom Taschengeld besorgte ich mir weitere Geheimnis-Bücher, bis ich die Reihe komplett hatte. Dann saß ich da und hatte nichts mehr zu lesen. In meiner Not beschloss ich, mir selbst was auszudenken, ein Buch zu schreiben. Ja warum denn nicht. Andere Leute hatten auch Bücher geschrieben, sonst hätte ich nichts zu lesen gehabt. Ich nahm ein leeres schwarzes Schulheft und legte los. Der erste Satz kam schnell, und er war gut. Einer von der ganz schnörkellosen Sorte. „Es war ein nebliger Dienstag“. Mysteriöser Stoff. Abenteueraroma. Ich schnupperte aus dem Fenster. Nebel. Hm. Hm.

Weiter.

Das Papier starrte mich an. Mir fiel nichts ein. Da stand nur ein Satz, ein zweiter wollte einfach nicht gelingen. Der Kopf war leer. Ausserdem, es war kein Nebel auf der Strasse. Wie sollte man über etwas schreiben, das es so nicht gab, nicht vor meinen Augen. Oder sollte ich vielleicht schreiben: Es war Dienstag und nirgends Nebel auf der Strasse. Das war vielleicht die Wahrheit, aber wen juckte die Wahrheit, wenn sie so lapidar daherkam. So geheimnislos. Wen juckte kein Nebel. Niemand juckte kein Nebel. Blödsinn alles, auf der verdammten Strasse vor meinem verdammten Fenster war verdammt noch mal nichts los, fertig, aus.

Vergiss es, dachte ich. Es mochte ja sein, dass Enid Blytons Spürnasen gefährliche, ja hochbrisante Kriminalfälle aufklären konnten in Peterswalde, doch Solingen war nicht Peterswalde, es war nicht mal sonderlich neblig hier, ausser unten an der Wupper. Was ich sah, wenn ich aus dem Kinderzimmer blickte, war in gut dreissig Metern Entfernung diese langgezogene Hecke, die von der Schillerstrasse kommend einen Bogen in die Kurze Strasse beschrieb, wo es eine Kneipe gab, Zum Laternchen. Diese Kneipe und eine Hecke und der Kippenautomat waren das spannendste, was es zu sehen gab in diesem von jeglichem Spannungsnebel verschonten miesen Kaff.

Na schön – ein guter Schreiber kam mit dem Wenigen zurecht, das er vorfand. Vermutete ich mal. Woher sollte ich das wissen. Meine praktische Erfahrung, was das Schreiben betraf, beschränkte sich auf die Aufsätze im Deutschunterricht und „Fußballtrainer Wulff“, der jeden Donnerstag im Vorabendprogramm lief. Ich versuchte, ein paar Dialoge mitzuschreiben, um zu lernen, wie man so etwas machte. Ausserdem überlegte ich, was es mit dieser langgezogenen Hecke, dem Kippenautomat und dem Laternchen vor meinem Fenster auf sich haben könnte. Aber es war eben nur eine scheiss Hecke, die ab und zu von einem Gärtner gestutzt wurde, und ein Zigarettenautomat, der ab und zu mit frischen Fluppen aufgefüllt wurde, und das Laternchen, wo mein Onkel Fitting eine Thekenmannschaft anführte – na ja und!? Ich klappte das Heft deprimiert zusammen und beschloss, mich wieder auf das zu konzentrieren, was ich gut konnte: elf Jahre alt sein, gelernter Mittelstürmer, ne zwei in Englisch.

Jeden Tag nach der Schule feuerte ich den Tornister in die Ecke und lief auf O-Beinen zum Fuße des Klauberg runter, wo unser Fussballplatz lag. Ein staubiger und relativ großer Platz, den es bereits in den 30er Jahren gegeben hatte, bis ihn die Nazis kurzerhand zum Exerzierplatz für Nazi-Pferde umfunktionierten. Das war auch der Grund, warum die Alten den Klauberger Bolzplatz den Reitplatz nannten.

Ausser mir waren auch Wiwi Wupperbusch und Pille stets mit von der Partie. Natürlich waren es viel mehr Jungs, die sich dort am Nachmittag tummelten, aber wir drei waren so ziemlich immer da. Wupperbusch, gelernter Rechtsaußen, spielte mit mir gemeinsam beim RSV, Pille, der Rotschopf mit den Sommersprossen, wohnte in der Nachbarschaft. Das musste reichen. Er war nicht gerade eine Bombe auf dem Feld. Aber es war Pille gewesen, der die allererste Suzi Quatro-Single 48 Crash aufgetrieben hatte, zu einem Zeitpunkt, als sie noch gar nicht im Radio lief. Das gab Renommee, davon zehrte Pille. Dafür durfte er in unserer Mannschaft sein und den Ball aufpumpen.

Im Winter rückte ein Kamerateam an.

Die Schillerstrasse sollte als Kulisse für einen Spielfilm herhalten. Heutzutage würde man von Location Scouts sprechen, die unsere Strasse als Drehort entdeckt hatten. Das mussten wir sehen. Vielleicht liess sich ja noch was lernen, für mein Buch. So ganz hatte ich die Idee noch nicht fallen gelassen, und ein Spielfilm drehen und ein Roman schreiben schien nicht so weit auseinander zu sein.

Die Strasse wurde abgesperrt. „Action!“ Ein normaler Wagen kam vorgefahren. Keine Ganovenkarre, keine Ladylimousine, ein normaler Opel. Ein Schauspieler stieg aus, rannte die Treppe hoch, ins Haus rein, in eins der backsteinroten Genossenschaftsbauten, die den Siedlungscharakter herausstrichen, während weiter unten auf der Schillerstrasse eine Reihe imposanter Gründerzeitvillen standen, die aber für den Film keine Rolle zu spielen schienen.

„Wieso ist die Tür denn auf? Die kann man doch nicht einfach aufdrücken! Die muss man aufschliessen!“ empörte sich Wupperbusch. Er wohnte mit seinen Eltern nur drei Häuser vom Aufnahmeort entfernt. Er kannte die Haustüren aus dem Eff-Eff. Da konnte ihm keiner was vormachen. „Oder er muss klingeln! Dann kann ihm jemand die Tür aufdrücken. Also elektrisch.“

„Wieso, der hat seine eigenen Schlüssel“, meinte Pille. „Der ist doch erwachsen.“

„Aber trozdem muss er doch erst mal aufschliessen! Der hat die Tür aber einfach aufgedrückt! Das geht nicht bei den Türen! Die muss man erst aufschliessen, mit dem Haustürschlüssel! Die lassen sich nicht einfach aufdrücken, von allein. So ein Quatsch! Auch wenn er noch so erwachsen ist!“

Wupperbusch war kaum zu beruhigen. Ich sagte nichts. Türen, die offen standen? War doch okay, eigentlich. Scheiss doch der Hund drauf. Ein Dialog wurde gefilmt. Um etwas mitzukriegen, mussten wir näher ran. So nahe, bis der bärtige Kabelschlepper, den ich am besten fand, uns heranwinkte.

„Hier. Hol mir mal einer Zigaretten.“

Er gab mir ein Zweimarkstück. Ich lief zum Automaten Ecke Kurze Strasse und zog eine Packung Ernte 23. Als ich zurückkam, war der Dialog zwischen Mann und Frau schon im Kasten. Dabei hatte ich lernen wollen, wie das geht. Was der eine sagt, wenn der Andere was anderes sagt. Und zurück. So Ping Pong. Die beiden Schauspieler rannten die Haustreppe hinauf – wieder in den Flur rein. Ein Mann und die Frau. Als wären sie auf der Flucht. Die Tür standen offen und man konnte von der Strasse aus zusehen, wie sie sich im Flur küssten, mit den Rücken an die Kacheln gelehnt.

Aber den Dialog hatte ich verpasst. Als ich Pille und Wiwi Wupperbusch fragte, was das Paar gesagt hatte, als ich die Kippen geholt hatte, zuckten sie nur mit der Schulter. War zu leise, sagte Pille, aber ich glaubte ihm  nicht richtig. Er war mit den Gedanken woanders gewesen, jede Wette. Das machen die roten Haare, sagte meine italienische Oma immer. Rote Haare machen Jungs meschugge.

Klar, der hat ja auch einen roten Busch, Oma!

Nach drei Tagen waren die Filmaufnahmen beendet. Einmal hatte es Ärger gegeben, weil die dicke Patrizia, die immer Ärger machte und auf der Margaretenstrasse wohnte, während einer Filmszene volles Rohr angerannt kam, worauf die Szene wiederholt werden musste.

1972 lief der Film im WDR, dem dritten Programm. Wir saßen alle zusammen oben bei Wupperbuschs im kalten Wohnzimmer und waren bitter enttäuscht. Unsere Schillerstrasse war nur in wenigen Einstellungen zu sehen, und die Dialoge, so mein Verdacht, mussten woanders neu aufgenommen worden sein. So jedenfalls hatte keiner geredet, so geschwollen, als wir bei den Dreharbeiten zugeguckt hatten. Eigentlich hatten die ja nie viel geredet.

Das ist ja wie beim Blindenfilm, meinte ich aufgebracht, wie mit falschen Zähnen.

Keiner wusste, was ich damit meinte, auch ich selbst nicht so richtig, aber der Satz stand so in der Luft, wie ich ihn gesagt hatte, also liessen wir ihn da stehen bis ein anderer was anderes sagte und ihn ablöste. So war das also mit den Dialogen. Eins immerhin war geschafft: Mein Buch war fertig, ich hatte das schwarze Schulheft bis zur letzten Seite vollgeschrieben. Die Geschichte hatte Anfang, Mitte und Ende. Es ging um einen Aufnahmeleiter beim Fernsehen, der bei Außenaufnahmen vorm Laternchen tot umkippte. Inspektor Mathews, ein gutaussehender einheimischer Lockenkopf, hatte alle Hände voll zu tun.

22 Gedanken zu „Elf Jahre, gelernter Mittelstürmer, ne Zwei in Englisch

  1. Das macht mich ganz bekloppt, dass du den Titel dieses Posts dauernd änderst. Sei dir gewiss, wer dich abonniert hat, liest alles, egal, wie du’s nennst.
    (Da muss man auch erst mal hinkommen. Du bist praktisch im Bloggerhimmel)

  2. ha! dann müsstest du jetzt komplett durchdrehen, liebe annika! der vierte titel! aber im ernst: ich probiere immer so lang herum, bis es mir gefällt. bis ich denke, jetzt stimmt’s, so kann man’s lassen. an den leser denke ich da eher nicht. (muss ich zu meiner schande gestehen.)

    • Ich hab auch noch was zu Enid Blyton: als junge Buchhändlerin kam mal ne Omma und wollte ein Buch „von“dem berühmten Ernst Bülten“ – ich lach noch heute drüber.

      • Gut zu wissen.. Ich meine, sollten wir beide uns je begegnen und ich seh dich zufällig lachen, also regelrecht brüllen, dann weiss ich wenigstens sofort, worüber du lachst. ernst bülten.

  3. eine blühende hecke voller phantasia und erschreckender deutlichlichkeit
    hier zum ausdruck gebracht von einen gelernten fußballer ders auch mit den kopp kann
    das allerhand
    für einen heimischen
    mit fast zwüllf!

  4. Ich hatte auch alle „Geheimnis um…“-Bücher, viel besser als „5 Freunde“! Ich weiß noch wie ich zu Hause mit Orangensaft was auf Papier schrieb und dann mit dem Bügeleisen drüber bügelte- Dicki hatte recht, das mit der Geheimschrift war wahr.
    Da ich 9 Jahre jünger bin, waren es bei mir die WM- Bücher 70 und 74, natürlich vor allem 74, weil ich von der WM schon einiges mitbekommen hatte und Deutschland im eigenen Land Weltmeister wurde. Ich ging jeden Tag auf dem CVJM- Bolzplatz. Manchmal geh ich heute noch daran vorbei- der Bolzplatz ist noch der Selbe, kickende Kids gibt’s leider nicht mehr. Im Verein schon,auf der Straße nicht.
    Natürlich gibt es Unterschiede, aber manchmal hab ich das Gefühl als hätte im Nachbarort eine Dekade vorher ein Junge die gleiche Kindheit erlebt wie ich dann in den 70ern und 80ern. Das ist irre.
    Kannst du dir vorstellen, im 4.Schuljahr waren wir in Serkenrode auf Klassenfahrt, zusammen mit der Parallelklasse, mit denen wir dort in der Freizeit einige Klassenspiele bestritten. Nach der Fahrt mußte jeder ein Thema auswählen, worüber er einen Aufsatz schreiben sollte. Ich wählte die vier Klassenspiele aus. Alle anderen schrieben ein, zwei Dina-4-Seiten, ich kam mit ca 25 Seiten an, komplette Spielberichte mit sämtlichen Eigenschaften der einzelnen Spieler, jede kleine Torchance hatte ich auf dem Schirm und beschrieb sie so ausführlich, daß die Heribert Faßbenders der damaligen Zeit blaß geworden wären. Nichts hatte mir bis dahin soviel Spaß gemacht als darüber zu schreiben. Da hatte ich Talent und über Sport schreiben würde mir heute noch Spaß machen. Aber an ner Drehbank stehen hat natürlich auch was…

    • du hast recht, manchmal sind die gemeinsamkeiten schon ein bisschen beunruhigend.. kein mensch, den ich kenne, ausser meiner schwester, hat sonst die geheimnis-bücher gelesen. ich hatte den trick mit dem schlüssel gut drauf, mit dem man eine von aussen abgeschlossene tür aufkriegt. wenn der schlüssel steckt, freilich. zeitung unter die tür herschieben, schlüssel mit einem draht etc. aus dem schloss rausbugsieren bis er runterfällt – auf die zeitung. zeitung zurückziehen, schlüssel aufheben, aufschliessen, freiheit! von dem moment an, als das hat geklappt hat, hab ich enid blyton alles geglaubt. (gehört eigentl. in die geschichte.) das mit dem o-saft und dem bügerleisen hat auch funktionirert, aber nicht so supergut. war ein bisschen blass, die schrift, wenn ich mich recht erinnere..

    • ausbuttern, das war im prinzip wie elfer raus, nur auf handballerisch. also, große pause, schwertstrasse. einer ging ins tor. (an der wand abgesteckt, oder von einem fenster bis zum anderen) die anderen mitspieler warfen abwechselnd“ siebenmeter“ aufs tor. aber meist mit sprungwurf. wenn der torwart hielt, musste der werfer ins tor, liess der keeper den ball durch, blieb er im kasten. ich seh kitty jagenberg noch vor meinem auge aufsteigen zum sprungwurf.

      • jetz weiss ich wida warum ich kein Abi gemacht hab
        wenn da sone alubombe auf einen zurauscht ja-
        und ohne Eierbecher oder Sturzhelm oder schusssicherer weste
        da kann sich doch keener konzentrieren
        im unterricht!

        schön gruss

  5. zum frühstüch erstmal Eierlikör mit orange
    hat 5%weniger
    also nur fünfzehn stazz normal
    Eierlikör
    Eierlikör hat immer 20$§ $
    Prozent mein ich
    ich wollte Eierlikör und holte die buddel aus dem fac
    fass
    da stand 3,96 euro
    nee neunundsechzig
    als ich sp#ter später den bong kontrollierte
    wie sich noch später herausstellte war das aber nur der preis für Genever
    das ich jetzt den falscheneierlikör gekauft hatte merkte ich erst ……
    das isz ne ganz fiese Machart von penny dem drecksladen
    die tun immer so als wüssten die von nix
    !
    ja da hat wohl jemand vergessen die Preisschilder zu zuordnen
    das alles wär halb so wild
    aber so ne linke nummer
    den echten eierlllliköör mit den pseudoorange
    nich mit mir!!!

  6. Meine Schwester und meine beiden Cousin haben auch „Geheimnis um…“ gelesen. Deshalb stimmt die Aussage auch nicht wirklich, daß ich alle Bücher hatte. Wir vier gemeinsam hatten alle. Und an den ersten Teil kam man irgendwie nicht dran, bis ich ihn dann in einer Bücherei entdeckt habe- irgendwas mit brennendem Haus…?
    Hätte echt Lust das ein oder andere nochmal zu lesen- als Kind fand ich manche Teile richtig genial, ob’s heute auch nocht so wäre? „Tasse Tee“ und „Efeuvilla“ waren glaub ich meine Favoriten. Muß Micha mal fragen, ob er noch eins hat, meine Schwester und ich nämlich nicht. Wahrscheinlich versetzt für ne Ecke Hasch oder so…
    Und den Trick mit dem Schlüssel hab ich natürlich auch erfolgreicht überprüft!
    Schade, daß du neun Jahre älter bist, sonst wärst du 100%ig auf „Burg Schreckenstein“ abgefahren, die kamen aber erst raus als ich 12,13 war. Die hab ich verschlungen und gleich mehrmals nacheinander durchgelesen.
    Und letztes Jahr tatsächlich auf youtube als Hörspiel nochmal angehört. Tatsächlich immer noch unterhaltend, aber- und diese Erkenntnis schockte- man ist echt älter geworden…

Hätte ich doch besser die Fresse gehalten

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