Die Zeit

Man hangelt sich durch die Minuten, man stromert, man stöckelt und schlafwandelt von Stunde zu Stunde, man bewegt sich im immergleichen Rhythmus von Tag und Nacht bis es plötzlich soweit ist: ein Jahr ist um und man fragt sich, wo sie eigentlich geblieben sind, der Monat, die 60 Minuten-Inseln, all die ganze unaufhaltsame Mischkalkulation..

Kinder, wie die Zeit zunäht!

Die Zeit ist auf Schlappen, und die Zeit ist auf Koks. Die Zeit tippelt wie wild auf der Stelle, sie schafft sich und sie ackert, sie kommt nicht vom Fleck. Die Zeit hat arge Tippelfüßchen und sie kokst. Wir versuchen sie einzuteilen, wir versuchen sie zu zähmen, wir versuchen die Zeit mathematisch zu begreifen und einzuhegen. Wir lassen uns von ihr langweilen und einlullen – alles Unsinn, die Zeit gibt dir nur eine Chance: Ist sie zufällig in der Nähe, heißt es aufspringen und mitfliegen – das ist alles.

Und schon ist es zwanzig nach vier durch.

Mahlzeit.

„Irgendwann werde ich die Zeit beerdigen, mit einer allerletzten Ausstellung“, sagt sie (Frau Dr. Drawing) nachdenklich, und hält inne. „Hoffentlich kriegen wir das  miese Stück auch unter die Erde.“

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4 Gedanken zu „Die Zeit

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