Der Neue

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Wir dürfen vorstellen:  Mr. Bartholomew, eingetroffen aus Torres Vedras, Portugal

*

Wer einmal einige Zeit mit Hund gelebt hat, der hat Probleme ohne Hund weiterzuleben, wenn der Hund eines Tages nicht mehr da ist. Ohne Hund weiterleben macht irgendwie keinen rechten Sinn, wenn man einmal am Hund geleckt hat. Jedenfalls nicht auf lange Sicht. Schon der kleinste Spaziergang ohne Hund entpuppt sich als heilloses Unterfangen. Wer jahrelang gewohnt war, draußen einen Hund an seiner Seite zu wissen, der fühlt sich pudelnackt, wenn er plötzlich ohne Hund durch die Landschaft irrt. Man glaubt, jeder sähe einem sofort an, wie schwer man darunter leidet, ohne Freund auf vier Beinen unterwegs zu sein.

Ohne Hund durch den Wald zu streifen fühlt sich sogar an, als wäre man ein Sittenstrolch, weil man so unsicher auf den Beinen ist, so ganz ohne Hund zwischen all den Bäumen und Büschen. Man blickt irgendwie sittenstrolchig aus der Wäsche, auch wenn das ganze nur ein Fehlurteil ist, basierend auf der Annahme, dass ein anständiger Mann nicht allein durch den Wald zu spazieren hat. Halte dich mal als normaler mitteleuropäischer Mann tagsüber allein im Wald auf, den Hosenlatz offen, du sammelst so viele toxische Blicke, wenn das alles Pilze wären, du hättest nie wieder Appetit.

Schon allein deswegen musste ein neuer Hund her, es bleibt einem nichts anderes übrig, wenn man das Leben einmal so kennen und schätzengelernt hat. Ein Leben mit Hund ist ausgeglichener. Der Hund zeigt einem, was wichtig ist im Leben, nämlich rausgehen, spielen mit den Kameraden und lecker essen. Unser Leben ist zu kurz, um es ohne Hund zu bewältigen.

Tipp tipp tipp machen die kleinen Füßchen.

„Das ist ein Asket. Der geht auch wie ein Asket, ein Überlebenskünstler.“

„Das ist eine Bachstelze.“

(Die Gräfin)

Er heißt Herr Schnüffler.

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16 Gedanken zu „Der Neue

  1. Furchtbar, diese Influencer. Nun machen sie einem auch noch Hunde schmackhaft. Ich besitze bisher nur einen eingebildeten Hund, der mir am Abend Beine macht, wenn mir das Schmuddelwetter die Lust auf meine Laufrunde verdirbt. Ein Hund würde so eine Faulheit nämlich nicht durchgehen lassen, also gehe ich.

    Gratuliere herzlich zum (echten) Hund! 😉

  2. Ein Leben ohne Hund? Seit heute auf Probe. Titania ist in der Hundepension. Fahren mit dem Nachtzug, Liegewagen. Da soll uns keine Zecke unter das Klappbett fallen (die Mitreisenden liegen in den Kojen über uns, das schon, und Titania, würde sich schon zu meinen Füßen zusammenrollen, aber sie schnarcht).

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