Vor Häusern und Tötungsstation

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Was Häuser für angsteinflößende Riesenmaschinen sind, fällt mir erst jetzt wieder auf, wo der junge Hund da ist. Der ein Straßenhund war für kurze Zeit, dann auf der Tötungsstation landete, freigekauft wurde und zuletzt in Portugal im Shelter saß, mit 300 Kameraden. Wie in einer großen hilflosen Burschenschaft. Mit Mädchen, immerhin. Er ist wohl 1 Jahr alt, hat aber den Erfahrungsschatz eines Welpen. Häuser sind für ihn riesige Schachteln, in denen große Menschen wohnen, die nach einem treten, wenn man ihnen zu nahe kommt, weil man Hunger hat. Daher macht er sich ganz klein, unser Mr. Bartholomew, und duckt sich, wenn er an einer unbekannten großen Betonschachtel vorbeikommt. Und zieht panisch an der Leine: wo ist das nächste Unterholz? Bloß weg hier, Massa! Das wird gleich ungemütlich hier, wenn die Tür aufgeht!

(Und dann erst diese Kirche: hat doch tatsächlich diesen Stachel auf dem Dach, wie beim Impfen.)

 

Findest du mich eigentlich kühn?

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10 Gedanken zu „Vor Häusern und Tötungsstation

  1. Einige aus meiner Siedlung haben Hunde aus dem Ausland geholt. Straßenhunde. Bulgarien, Portugal und und und… ich bin manchmal sehr überrascht, wie lange schlechte Erfahrungen bei Hunden nachwirken. Selbst wenn sie schon mehrere Jahre bei uns in Suburbia wohnen.

    • er hat ja kaum Zeit auf der Straße verbracht, dann wurde er schon weggefangen. von daher hoffe ich, dass die zeit einfach nicht ausreichte, um dauerhaft die dicken Schäden abzuspeichern. insgesamt macht Mr. B einen ausgesprochen aufgeweckten Eindruck.

      • Meine kommt aus einer spanischen Tötung. Vorher war sie Straßenhund. Am Anfang hat ihr alles Angst gemacht, jetzt macht ihr nichts mehr Angst. Nicht mal Silvesterknaller. Mit einem starken Rudel wächst auch der Hund. Ich wünsche Euch Dreien eine lange, glückliche Zeit zusammen.

  2. Traurige Geschichte. Da kann man nicht „gefällt mir“ drücken. Aber die Adoption find ich schon geil. Alles gute für euch. Unsere erste Hündin war auch eine Tierasyladoption. Omegawelpe im Rudel. Leider wurde die nicht all zu mutig hinterher. Aber ne witzige Genießerin war sie 11 Jahre lang schon. Und ne verhinderte Robbe. Dringend in jedem Tümpel und in jedem Schlammloch leider auch.
    Der zweite war dann ein Züchterkauf. Selbstbewusster.

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