Do you like my new car?

In der Zigarettenpause stand ich mit diesem kleinen Nerd zusammen. Er war Mitte zwanzig und hatte keine Vorstellung davon, was er mit seinem restlichen Leben anstellen sollte, nachdem ihm das erste Drittel davongerieselt war.

Wie Fließtext.

„Computer ist alles, was ich kann“, sagte er trotzig.

Wir unterhielten uns ein bisschen über Rock-Musik, was einem gefällt und was nicht, und als die Sprache schließlich auf mein Alter kam, und er im Stillen nachrechnete, machte er große Augen.

“Moment… dann hast du die Siebziger… ja voll mitgekriegt!”

Er konnte sein Glück kaum fassen, dass da jemand LEIBHAFTIG vor ihm stand, der den Beginn der Punk- und der Disco-Bewegung, Plateauschuhe und Wir Kinder vom Bahnhof Zoo miterlebt hatte, auch wenn die Ära im Nachhinein betrachtet nicht so schräg war, wie einem gern weisgemacht wird. Plateau-Schuhe etwa waren nicht so häufig, wie man glauben möchte, man sah sie hauptsächlich auf großen Rock-Konzerten. Rock-Konzerte waren der natürliche Laufsteg der In Crowd, hier durfte, hier musste blockübergreifend auf riesigen Silbertretern auflaufen, wer vorn mitmischen wollte – eine Weile jedenfalls.

Konzerte in den Siebzigern waren der letzte Nachhall von Bill Haleys legendärem Auftritt 1958, als eine rasende Zuschauermenge mit Garderobeständern und Stuhlbeinen bewaffnet den Berliner Sportpalast zerlegte, als Rock’n Roll den Soundtrack für all die Wut und den Zorn lieferte, der in der Nachkriegsjugend schlummerte. WOLLT IHR DEN TOTALEN ROCK’N ROLL! Wer zwanzig Jahre später etwas auf sich hielt, arbeitete sorgsam aufs nächste Konzert hin, auf Lou Reed und Laurie Anderson, auf Madness, Bob Marley. Und Zappa.

Frank Zappa.

Trotz Punk und Led Zeppelin, trotz der rollenden Basslinien der Disco-Ära, trotz Bowie, Glitter-Rock und Bohemian Rhapsody, die prägende Kraft dieses Jahrzehnts war Frank Zappa. Er sprach den ebenso schroffen wie düsteren Siebzigern mehr aus dem Herzen als alle Saturday Night Fevers, Nevermind the Bollocks und Grandmaster Flashs zusammen. Zappa war frech und kompliziert, er war radikal, er war boshaft und wenn er Lust hatte, war er sogar eingängig. Zappa war der rotzfreche Gockel aus der Raucherecke, der sich über alles und jeden lustig machte. Die blassen Blödmänner aus der Bibelstunde bekamen genau so ihr Fett weg wie die Tussis, die sich tonnenweise Clerasil ins Gesicht klatschten, weil sie es nicht besser wussten – Zappa hatte für jeden ein As im Ärmel. Mit seinem strikt kalkulierten Hass auf alles, was Plastik-Amerika über die Welt spülte, war Zappa die alles überstrahlende revolutionäre Freiheitsstatue der Popmusik, witzig, überlebensgroß und auf populäre Art geschmacklos. Er gilt als Erfinder des Underground und verachtete alles, was irgendwie mit Plastik in Verbindung stand. Plastik war für ihn das Synonym fürs moderne Amerika, das vor allem. Darauf konnte man sich verlassen. Zappas Hass auf US-Plaste.

Und das körnige Schwarzweiß-Poster, auf dem Seine Haarigkeit Frank Zappa mit wildem Schnurrbart (Moustache) und ansonsten nackt auf dem Scheißhaus sitzt, klebte in den Siebzigern auf WIRKLICH jedem dritten WC, inklusive Steuerbehörde, Davidswache und Puff in Barcelona. Ole. Das Poster machte Zappa selbst in Dada-fremden Bevölkerungskreisen so populär, dass er 1971 in der amerikanischen TV-Ausgabe von Was bin ich? schon nach 2 Minuten enttarnt wurde.

„Ohh.. do you have a moustache?“

„Yes.“

„You are Frank Zappa?“

*

Zappa war, was er sein wollte, („you have a Piece of time and you get to decorate it“), er war seine eigene Erfindung, er war ein aufrechter Zyniker, er war Freak No. 1, er war die Offenbarung.

Die Gräfin hat es später einmal auf den Punkt gebracht, mit hochgezogenen Augenbrauen:„Da hat man nur ein einziges Leben, und dann verbringt man es so, wie andere es wollen..??! Nach ihren Regeln?!“

Genau darum ging es bei Zappa: Sei, wie du sein willst, am besten anders. Und dann war da dieser wunderbare Schnurrbart, sein Markenzeichen. Als ich das erste Mal einen Film der Marx-Brothers sah, war ich irritiert. Dieser durchgeknallte Knabe mit Zigarre im Mund, obszönem Ziegenbart und Dada-Grinsen, das war doch Frank Zappa… oder etwa nicht? Aber was zum Henker hatte ein Frank Zappa in einer Komödie aus den Vierzigerjahren zu suchen??! Ich meine, Himmel, wie alt war der Bursche denn bloß?? Fortan und bis zum Ende aller Rockmusik und Screwball-Komödien blieben Frank Zappa und Groucho Marx für mich ein und dieselbe Person, und darauf lasse ich bis heute nichts kommen.

*

1976/77 war es gewesen, da marschierten wir Abend für Abend beim Rüttgers mit der krausen Matte ein, ein Haufen versiffter ungewaschener pickliger Jünglinge, die nicht genug bekommen konnten vom Haschischrauchen, Giffeln und Zappa-Mitsingen. Rüttgers hatte als erster von uns eine eigene Bude, nachdem ihn sein psychopathischer Vater in einer wüsten Nacht-und Nebelaktion rausgeworfen hatte, die Treppe runter, paar Klamotten hinterher: LASS DICH HIER NIE MEHR BLICKEN, DU ARSCHLOCH! DU MACHST DEINER MUTTER NUR KUMMER! (Gut, diesen Satz haben wir alle gehört. Wir haben ihn quasi mit der Muttermilch aufgesogen.)

Keine hundert Meter von den Eltern entfernt bezog Rüttgers eine kleine Genossenschaftswohnung, die sich schnell zur lokalen Zappa-Zentrale mauserte. Rüttgers im Tross auf die Bude rücken und kiffen bis zum Umfallen zählt zu den schönsten Erinnerungen an das legendäre Jahr 1977, als die RAF irgendwelche Polit-Bonzen entführte, die wir nicht kannten und die uns auch schnuppe waren, in der bergischen Diaspora wurden keine Steine geschmissen, bei uns hieß es, Rüttgers, mach noch einen rund, stopf noch ein Shilum, dreh die Scheibe um!

Bei dem extrem hohen THC-Gehalt heutiger, auf Power getrimmten Marihuanasorten hat Kiffen nur noch wenig mit dem gemütlichen Ablachen früherer Zeiten gemein. Obwohl. Moment. Gemütlich ablachen…?! Wir? 1977? Dass ich nicht lache. War es nicht 1977, als wir beim Rüttgers einen Schwarzen Afghanen rauchten, der direkt aus der schwarzen Schuhcremedose des Teufels zu kommen schien, der einem die Augen von innen verschnürte, der einem Wurfsterne und Dreizack in den Leib rammte?

Und was war mit dem sagenhaften Pfund Sensemilla, heimlich im Schrebergarten gezüchtet und geerntet und in zwei heißen Septembernächten verbraten, dass wir alle dachten, au weia, das wird nie wieder, da bleibt was zurück im Kopf, das kann nicht gutgehen…?! Und tatsächlich, es ging nicht gut, es blieb tatsächlich was zurück. Ja, es blieb eine ganze Menge zurück. Ich danke dem Herrgott für alles, was von damals je zurückblieb in meinem Kopf.

Danke, o Herr!

*

Gelacht haben wir beim Rüttgers, dem alten Zausel, wie im Leben nie wieder. In der kleinen Erdgeschossbude in Meigen roch es wie im Stall, wenn zwölf pubertierende Jungs das Rollo runterließen und sich dicht gedrängt gegenseitig Kopfschüsse aus dem dampfenden Shilum setzten bis zum finalen Lachkollaps, wobei Rüttgers am Plattenspieler stand und den Einpeitscher gab. Er war die Nordkurve von Frank Zappa. Er kannte sämtliche Alben in-und auswendig, er dirigierte uns und wir folgten ihm ergeben. Noch heute wundere ich mich, wie selbstverständlich und fehlerfrei mir ganze Song-Passagen von Zappa in den Sinn kommen, nur weil mich irgendeine Kleinigkeit daran erinnert.

WELL, I WAS BORN TO HAVE ADVENTURE
SO I FOLLOWED UP THE STEPS..

*

Wir waren Freaks, keine Hippies. Hippies kamen in den späteren Siebzigern nicht mehr vor. Zwar waren die Haare mit jedem Jahr länger geworden, aber niemand wäre auf die Idee gekommen, sich Hippie zu nennen. Hippies waren tot. Wenn wir den Woodstock-Film sahen, den wir toll fanden, kam er uns vor wie aus einem fernen Jahrhundert.

Nein, wir waren Freaks, und Zappas erstes Album hieß FREAK OUT! Der natürliche Feind jedes Freaks war der Banker, der den Sinn des Lebens in Aktienkursen sah und Jahre später als Popper in die Annalen eingehen sollte. Daneben gab es Rocker und lokale Abrazzen, es gab Jesus People und Bhagwan People, Discokids, kommunistische Teetrinker, Nazifrettchen.

Zahlenmäßig waren wir Freaks ein ansehnlicher Haufen, aber nicht so lose, wie man meinen könnte. Es herrschte eine strenge Organisation, ja Hierarchie. Ganz oben waren die großen Brüder. Wer keinen großen Bruder aufweisen konnte, orientierte sich am großen Bruder des besten Kumpels. Irgendwo stand immer ein großer Bruder mit langen Haaren bis zum Hintern und gab die Richtung vor, als Schutzmann.

Zur Not tat es auch die große Schwester, aber das hielt schon genau. Die wenigsten großen Schwestern taugten als Vorbild. Mit etwas Glück angelte sich die große Schwester einen Macker, der Haschisch vertickte, dann war soweit alles okay. Jeder trug das Haar so lang es eben ging. Haare waren Energie und Fleisch, waren Lust und Statement. Kaum jemand, der sich die Achseln frei gebrezelt hätte, die Möse rasiert, den Sack geglättet. Wir waren Männer, die Gin tranken und Haare am Sack hatten. Beim Essen hatten wir Haare im Mund, beim Küssen ganze Strähnen. Beim Sex konnte es vorkommen, dass man am nächsten Morgen neben King Kong aufwachte. Lange Haare waren der Treibstoff der 70er Jahre. Das Fundament. Nur Bodybuilder wollten nichts davon wissen und trugen ihre kurzen Löckchen eng an den Schädel gewichst, wie gebutterte Spiralnudeln, und im knappen Höschen stand der Pimmel quer wie ein Böhnchen.

*

Wenn ich so zurückdenke, wer damals alles dabei war, fallen mir nur die üblichen Verdächtigen ein: Karlos, Pepe, TB, Matiny, der nach München ging, die Brüder von Rüttgers, die Hansen-Brüder, Banane-Martin, Strakeljahn, der im selben Haus wohnte, ein undurchschaubarer Bursche mit herzkranken blauen Bäckchen, der nicht nur LSD in Heimarbeit herzustellen versuchte, auch seine Hanteln machte er selbst: irgendwelche in Beton gegossenen Griffe. Vielleicht war noch Benzini dabei, aber wie auch immer, ich komme nicht auf 12.

Karlos bringt mich auf jemanden, den ich völlig vergessen hatte: Peter Fuxen. Fuxen hatte eine Hasenscharte, ihm fehlten Finger, bei seiner Geburt waren Dinge schiefgelaufen. Trotzdem spielte er gut Gitarre, nicht nur das, wenn wir Zelten fuhren, tat Fuxen sich als Koch hervor, er war der einzige Koch Deutschlands ohne Finger. Und es gab Gerüchte. Es hieß, Fuxen wäre dabei beobachtet worden, wie er auf Potts Wiese ein Schaf gepoppt hätte, aber na ja.

*

Meine Pubertät war ein Feuerwerk. Selbst mein Haar explodierte. Es schoss in Tausendundeine Richtung, es franste aus, verkam zu einer Ansammlung gewaltbereiter weißer Nigger, Locken wie Ausschreitungen. Auch Rüttgers, ältestes von vier Geschwistern, hatte dichtes Kraushaar, das er zu einer Art Afro-Krone mit Seitenscheitel hochkämmte, was ich in dieser Form nur noch ein einziges Mal gesehen habe, nämlich beim Sänger von Boney M, der aber gar kein Sänger war, wie sich später herausstellte.

Rüttgers hingegen war ein echter Shouter, er war die begnadete europäische Autokino-Stimme von Frank Zappa, wenn der Maestro daheim in Nordamerika im Bett lag, Zigarren paffte und einschlief. Obwohl, Zappa schlief nie. Er mochte beim Konzert in den Orchestergraben fallen und sich fast das Kreuz brechen, aber schlafen? Nein. War für Anfänger.

Ständig hatte Rüttgers Trouble mit den Nachbarn, die in der Nacht kein Auge zugetan hatten, wenn wir im Dutzend einmarschiert kamen. Es muss die Hölle für die Nachbarschaft gewesen sein. Gelächter, Geschepper, Gegröle, Klospülung und Zappa and the Mothers of Invention die – ganze Nacht. DIE MÜTTER!

Und Banane-Martin.

Jeden Abend, als Showdown quasi, führten Banane-Martin und Rüttgers einen Einakter auf, im bekifften Kopf. Das ganze war aus einer simplen kleinen Situation heraus entstanden, doch mit der Zeit dickte es mehr und mehr an, wie ein Schneeball, der durch Pappschnee rollte und mehr und mehr Masse ansetzte bis zuletzt ein riesiger Jux übrigblieb und alle den Lachflash bekamen und sich jeden Abend bepissten vor Spaß und Vergnügen, dabei war alles, was wir zu sehen bekamen, nichts als schwarz-afghanisches Bauerntheater.

Es begann mit Rüttgers, ja, er machte den Anfang. Zugedröhnt zog er das Brotmesser aus der Besteckschublade und wackelte von hinten auf Banane-Martin zu, der am Tisch saß und sich wimmernd wegduckte, er wusste nur zu gut, was als nächstes auf ihn zukam, und weil er das wusste, wurde alles nur noch schlimmer. Bekifft war Banane-Martin nicht in der Lage sich zu wehren, bekifft war er hilflos, ein greinendes Äffchen an der Drehorgel, und je näher Rüttgers ihm auf den Pelz rückte, das lange Brotmesser in der Hand, von hinten, desto ärger wimmerte Banane-Martin, bis er zuletzt mit den Nerven am Ende vom Stuhl rutschte und den großen hysterischen Kiffertod starb, während Rüttgers, der Ripper mit der krausen Boney M.-Matte, ungerührt weiter auf Banane-Martin einstach, pantomimisch freilich, dabei More trouble every day schmetternd von Zappas grandiosem Live-Album Roxy and elsewhere, worauf wir anderen Jungs den Überblick verloren und alles und jeden anfeuerten im Zimmertheater.

Wir drehten komplett durch, jeden Abend, und jede Vorstellung war garantiert ausverkauft, 12mal Afghanisches Bauerntheater, 12mal Kinder, (nur Jungs), bitteschön. Dankeschön.

Bitteschön.

*

Wer jemals nächtelang gemeinsam Haschisch geraucht und Lieder gesungen hat, der vergisst das nie wieder, auf alle Ewigkeit bleibt ein rührendes Gefühl der Zuneigung zurück, an die Menschen, die dabei waren, an den Abend, an die Musik, an die dicken Zigaretten. Man kann nicht gemeinsam die Nächte durchsingen bis zum Sonnenaufgang, wenn man nicht bedingungslos und von Grund auf liebt, und Jungs mit Sechzehn, Siebzehn lieben bedingungslos und von Grund auf, ganz besonders sich selbst, den besten Kumpel und das gemeinsame Idol.

Das prägendste Zappa-Lied befindet sich auf dem Live-Album Fillmore East, The Mothers, 1971.

In „Do you like my new car?“ geht es um ein Motel voller Groupies. „They will only have sex with a guy in a group with a big hit-single in the charts – with a bullet!“ steigert sich der Erzähler, von einer lässigen kleinen Straßen-Melodie getrieben. „And the dick – that’s a monster!!“ Was 12 Jungs voller Elan mitbrüllten. Keine andere Nummer schaffte es unsere Phantasie so sehr anzuregen. Der Song wird in der Mitte von einem Instrumental-Chaos zerschnitten, durch das man als Publikum hindurchmusste, nur um uns schließlich geläutert und erfrischt zum Ur-Groove zurückzukehren. Wir fühlten uns inmitten der Live-Show im Fillmore East und lauschten Flo & Eddie, die sich mit den schneidigsten Stimmen der Rockgeschichte ein Wortgefecht liefern, eine Art Talking Blues. Es geht um ein futuristisches neues Auto namens „Fillmore“ und Groupie-Schlitze und alles endet im totalen Chaos, bevor die Band es sich anders überlegt und eine gewaltige Live-Version des alten Turtles-Hits „So happy together“ spielt.

Do you like my new car? ist eine großformatige Comic-Show. Nach dem Hören dieser Nummer waren wir regelmäßig so erschöpft, als hätten wir einen Zehnkampf absolviert. Wir schleppten uns ausgepumpt über die Ziellinie und blieben für den Rest der Nacht versaut für jegliche Form anderer Musik.

Do you like my new car?

You are… you gotta tell me something… I mean, seriously, I’m tellin‘ you this is the first time that any of my girlfriends and I have ever met anybody really from Hollywood… I mean, really… my girlfriend Jim, and Ian, and Aynsley, and Bob, and Frank… I mean, none of us…

Pleased to meet you…

Hi Howie

We never met a pop star from Hollywood… tell me something: have you ever met Davey Jones? or Bobby Sherman?

No.. no, I ..

I mean… David Cassady, he’s so…

Jimmy Greenspoon, once I…

Three Dog Night?!!

Yeah…

Oh! I love them! They’re my favorite band!.. ow gawd.. oh, do you like my new car? I’m ah.. my Dad just gave it to me for graduation..

Ah yeaah?!! I’ts a … it’s a Fillmore, isn’t it? Real futuristic, ah.. I dig the fins… listen: do you know how to get to the ah Hollywood Inn from here?

No, ah.. which one is it?

(burp) excuse me. It’s the one by the airport… you know… cause we gotta get up early an‘.. fly outta here in the morning, y’know…

Oh, I didn’t know that… Where do you guys play tomorrow night? I mean, I’d like to come maybe… in your bus or somethin’…

Yeah?..

(Voice in background):
In the BUS!

Come in the bus, huh?… Tomorrow we’re in ah, let’s see… Tierra del Fuego…

Ook! You’re so professional, Howie!

Oh, it’s not… it’s nothing…

Howie, I mean, the way you gettin‘ tp-tp to play, an all these exotic places, I mean…

Yeah

Tell me something.. tell me and my girl-… TELL me: Do you really have a hit record… on the charts now?… with a BULLET? … I mean that’s really important to me…

Listen, honey: Would I lie to you just to get in your pants?

He-Het! Listen! Hey, listen to me tellin‘ ya: WE ARE NOT GROUPIES!

Naw, I never.. I never said…

We are not groupies! You better understand that!.. I told Robert Planet, I told Elton John, I told all those big guys…

Robert PLANET?!

We are not groupies!

No, I never..

Roger Daltrey never laid a hand on me!

Yaw.. it’s obvious to see why… listen, I never…

(2nd non-groupie):
Howie..

(1st non-groupie):
Tell him! Tell him right now!

(2nd non-groupie):
We only like musicians for f-friends. You know?

(voices in back):
Real straight arrow, Howie, Really… just for friends, Howie…

(2nd non-groupie):
But we still like you Yeah.. we wouldn’t mind coming in your bus, but..

(2nd non-groupie):
I mean, we still want to hear your record…

Listen you chicks!now didn‘ .. didn’t you just say that you got off bein‘ juked with a BABY OCTOPUS and spewed upon with cream corn? an‘ that your hair-lipped dyke-o bass-playing girlfriend on the backseat had to have it with a YOO-HOO bottle or she went apeshit?!..

Ooooh..

What’s the deal, baby? Come on..

Howie! Howie, lissen yo me… all that’s true..

Come across..

All that’s true, and sometimes I even dig it with a Doctor Brown’s Cream Soda… or a CEL-RAY!… but! we are not groupies! No matter what you think…

No, I never…

We are not groupies..

You see, there seems to be some kind of a communication problem, honey… because I… I am a lonely guy from outta town, y’know an’… an‘ I want some ACTION… what I’m talkin‘ about is, I wanna… a-a-steaming… succulent… ever-widening, gooey, drippy, runny kind of a hole with a… with… how shall I put this… what say we hop in the trunk of your Gremlin AN‘ GET OUR ROCKS OFF…

Hey! hey-hey-hey-heyyyy…. Jesus!…

(voice in back):
I’m in this band, man…

(voice up front):
Very agile, Howie, very agile…

(voice in back):
I am in this band no matter what we do up here… it’s all…

Now lissen! It just so happend… tonight me and my girlfriends, I mean, we’ve all come here for one thing tonight…

Yeah?

Looking for a guy… And we’re looking for a guy from a group

Wow

BUT HE’S GOTTA HAVE A DICK!

WAAAH!

AND HE’S GOTTA HAVE A DICK THAT’S A MONSTER!!

WAAAAAAAAH!… That’s me!! That’s me! ooh! … oooohh, you voluptouns Manhattan Island clit.. Take me… I’m yours, you hole… Fulfill my… wildest… dreams!….

Ooooh! Anything for you, my most seductive, seclusive… pop star of a man… picture this if you can: bead jobs! knotted nylons! bamboo canes! three unreleased recordings of Crosby, Stills, Nash and Young fighting in the dressing-room of the Fillmore East! Why, ’n enchilada wrapped with pickle sauce shook up and down in between a donkey’s legs until he can’t it stand anymore! All this and more, Howie! Including! an electric coolde pony harness, with fuel injection… fuel injection… fuel injection…

Oooh! my god, I … I … I can’t stand it!… I mean… I mean, dou you understand the implications of what I’m saying? I CAN’T STAND IT!!! I CAN’T STAND IT !! I CAN’T STAND IT!! OH NO!!… Oh my god… I’m going home! I’m gonna see my baby… (etc) I really can’t stand it… please… give it to me… give it to me right here in the trunk of your Gremlin.. give me… GIVE ME THE ENCHILADA WITH THE PICKLES SAUCE SHOVED UP BETWEEN A DONKEY’S ASS UNTIL HE CAN’T COME ANYMORE!…

Hey-hey! haha! Not until you sing me your big hit record!… and I want to hear the big hit record, and I wanna hear it now, an‘ I wanna hear the big hit record now with a bullet! With a bullet!

The bullet?

The BULLET! The BULLET! I’ts the part that gets me the hottest… hehe!.. now sing me that record, and I wanna hear it right now or you ain’t driving nowhere tonight, buddy…

Well, I know when I’m licked… all over…. Okay, baby: BEND OVER AND SPREAD ‚EM!… Here comes my… BULLET!!

(all sing Happy Together)

*

Ende 2018 ist Zappa 25 Jahre tot. Er starb mit 52 Jahren an Krebs und wurde anonym in Los Angeles beigesetzt, wenige Meter von Roy Orbison entfernt.

*

Am 4. Dezember 1971 brach bei einem Konzert der Mothers im Casino Barrière in Montreux ein Brand aus, bei dem die gesamte Musikanlage der Band vernichtet wurde – das Deep-Purple-Stück Smoke on the Water erzählt davon.

*

Nicht, dass es eine Rolle gespielt hätte: wir Kiffer wären erstaunt gewesen, hätten wir Zappas Einstellung zu Drogen gekannt. Er verabscheute sie.

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19 Gedanken zu „Do you like my new car?

  1. Wie Recht du hast, da bleibt etwas im Kopf zurück und das ist gut so!
    Deine Erinnerungen katapultieren mich immer wieder direkt in meine jungen Jahre, die ein kleines bisschen früher waren, aber Zappa, der war auch immer dabei!
    herzliche Grüße, Ulli

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  2. »…blieben für den Rest der Nacht versaut für jegliche Form anderer Musik.«

    Das war allerdings immer auffällig an Abenden wie diesen. Der nächste in der Reihe »komm, leg mal was auf!« hatte immer schlechte Karten. »Och nö, nicht son Scheiß jetzt« war vorprogrammiert. Damit hatte ich auch jahrelang meine Schwierigkeiten.
    Das änderte sich grundlegend erst mit meiner bis zum heutigen Tag andauernden Liebesaffäre zu 200Motels. Die Platte (der Film) öffnete langsam die Ohren für Varèse, Strawinski und andere Schöpfer musikalischer Stacheldrahthindernisse. Die konnte man danach hören, wenn auch unter gelegentlichen Protesten.

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  3. Rüttgers hat ein Denkmal verdient,nicht nur wegen der Frisur
    zappa auf deutsch wär genauso komisch wie helge s.
    mit frisierten sträähchen
    katzecklo.
    war viel arbeit , glaub ich der text.
    Dankeschön dem Autor Andreas Glumm
    für all die mühe und die Liebe zum Detail
    bemerkenswert.

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  4. Rüttgers teepartys leider nich
    wo der schimmelafghane noch kurz aufs blech muss
    um denn später auf allen vieren das Testament zu unterschreiben
    auf Klo , mit schwerkrafft.

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  5. MAX ist Tod; ein Kater mit roten Fell und weissen kreisen
    er wurde ungelogen 17
    im Alter
    ein echter echter NATURBURSCHE
    Moritz war grad da und sagte so zwischen tür und Angel das das beim Tierarzt garnich lustig war
    ich hatte ihn länger nicht so blass gesehen
    zwischen regen und geben
    joa erst kam er die treppe nich rauf war so halbseitig gestört und denn wollte er noch höher zu Murphy oben
    ins Zimmer
    ich nahm in den schnell auf´N Arm und Claudia hat schonmal den Käfig rausgeholt
    hat hundertzehnmäuse gemacht
    und das müsst ihr jetzt abstottern?
    nee.wir hatten noch Geld von Morphys Geburtstag

    ich schreib das weil Max mich immer angefaucht hat.
    ich trag ihn mit mir.

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  6. Hat dies auf meinedrogenpolitik rebloggt und kommentierte:
    Trotz eifrigen Hirnwringens ist uns bis her noch kein neuer Artikel von drogenpolitischer Relevanz eingefallen. Mühsam vom Jetlag erholt, sind die Vorratsschränke der Redaktion weiterhin gut gefüllt mit diversen Tinkturen und Spezereien, ein schöner Scotch vom Duty Free ist auch noch dazu gekommen. Allein, es fehlt die Zeit, das alles zu verkosten.
    Deshalb haben wir uns entschlossen, die ganz alten Klamotten auszupacken. Wir wollen Euch heute mitnehmen auf eine Reise in die wilden 1970er Jahre. Viele Leute fragen sich ja, ob die wilden 70er wirklich so wild, Frank Zappa wirklich so schräg und das Hasch damals wirklich so schwachbrüstig war. Alle Antworten, auch auf das Plateauschuhrätsel, vom Mohnexperten und Schriftsteller Andreas Glumm aus Solingen, seines Zeichens Zeitzeuge und Kiffer in den 1970ern, der uns freundlicherweise erlaubte, diese köstliche, unterhaltsame und überaus lehrreiche Geschichte auf der Drogenpolitik zu verlinken.

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  7. Wunderbare Geschichte. Genau so hirnlos wie mir die Kiffer damals vorkamen. Aber beneidet habe ich sie schon, wegen dem was ich „Affenliebe“ nannte. Ich hörte damals zum ersten Mal „We are only in for the money“, ohne Rausch und leise, bei einem Freund, der noch bei seinen Eltern wohnte. Den einzigen Sex den wir -jeder für sich- hatten, besang Zappa auf Deutsch „Aber beklecker nicht das Sofa, Sofa“.

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