Von Boxern und Adolf Hitler

Boxer müssen leidenschaftlich sein, das müssen kuriose Typen sein im Ring, nicht so durchkalkulierte Fritzchen wie Henry Maske oder unsere beiden ukrainischen Groß-Rehe… wie hießen die noch, die Klitschkos, genau. Das sind eigentlich Hosenscheisser gewesen, Angsthasen waren das. Null Leidenschaft und immer Schiss, was auf die Nase zu kriegen, das war ihr Motor im Ring. Dieser Art Boxen kann ich nichts abgewinnen. Aber die Deutschen stehen drauf. Die Deutschen stehen auf Angst, die jubeln der Angst zu. Hitler hatte auch Angst. So eine kleine graue Gestalt, so ein totalitäres kleines Wrack, das selber Angst hatte vor der großen weiten Welt und diese Angst mit Größenwahn kompensierte – ich meine, keiner anderen Gestalt haben die Deutschen mehr zugejubelt im zwanzigsten Jahrhundert als diesem Hosenscheißer. Manchmal glaube ich, das deutsche Volk fürchtet sich jetzt schon vor dem Moment, wo es wieder einen Adolf Hitler braucht. Aber weißt du, was das allerschlimmste ist? Nein? Als Deutsch-Italienerin bin ich quasi doppelt geschlagen, mit Hitler und Mussolini.

Heil, Bella!

  • Die Gräfin

Susanne Eggert, Die Boxerin

Ein Gedanke zu „Von Boxern und Adolf Hitler

  1. Als Erfinder wussten die Italiener worum es geht beim Faschismus: Geile Klamotten tragen und darin glutäugige Wutanfälle inszenieren. Die große Enttäuschung bereiten Nazis dann immer, wenn man anstelle von hugobossig-schneidigem Herrenmenschentum bloß dackelig-nervöse Angstbeisserei trifft.

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