Die Reihen lichten sich

2 Monate nach dem Tod von Benzini hat es nun auch Karlos erwischt. Nachdem er noch kurz in einer Lungenfachklinik behandelt wurde, starb er am 13. 12. im Städtischen Krankenhaus, eine Woche vor seinem 61. Geburtstag.

„Glumm, guck mal unter Google nach, wie alt man werden kann mit COPD und Wodka.“

60, Macke.

Das Foto entstand 1976 im Brühler Vergnügungspark Phantasialand, wo wir mit französischen Austauschschülern feierten.

Links Glumm, rechts Markus Henning alias Karlos (1960 – 2021)

(Seine Beerdigung ist am Mittwoch, 22.12. um 10.00, Friedhof SG-Höhscheid)

*

Mirko Juwick alias Benzini (1961 – 2021)

*

„Und dein Buch wird allmählich zum Denkmal einer Generation.“

20 Gedanken zu „Die Reihen lichten sich

  1. Mensch Glumm. Die Einschläge kommen immer näher, wir sterben leise vor uns hin und wissen doch genau, dass wir uns jeden Herzinfarkt, jeden kleinen Tumor, jede bösartig grinsende Todesursache hart erarbeitet haben. Wir haben geraucht und gesoffen, wir waren dumm und deshalb wagemutig, wir waren unsterblich.
    Und FUCK! Wir haben gelebt !!!
    Gute Reise Karlos.

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  2. Oh….Wir kannten uns nur am Rande und habe ihn, Dich und Euch zig Jahre nicht mehr gesehen…doch meine ich mich zu erinnern, dass Karlos und Du enge Freunde wart. Schade… Es tut mir leid. Meine Anteilnahme, Dir als seinen Freund und jedem der seinen Verlust betrauert. Ein bisschen tue ich das mit Euch mit.
    RIP Karlos

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      • Ja, wir haben gelebt , aus dem Vollen geschöpft, als gebe es kein Morgen. Hab in den letzten fünf Jahren, vor allem Freunde und Bekannte aus SG wieder getroffen. Da treibt so manch ein Menschenkind auf den Wellen der Selbstzerstörung. Viele leben gar nicht mehr. Mit wem sollen wir uns an die frühe Zeit erinnern…mit wem sollen wir alt werden, wenn so viele gehen. Dankbar über Deinen Blog. Ich wünsche Dir viel Kraft…und dem blonden Engel gute Reise.

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    • Bei den Leuten, die in meinem Alter sind und ein ähnliches Leben gelebt haben (oder/und immer noch leben), greift COPD wie eine Seuche um sich. Die Leute ersticken an den 1 Million Kippen, Bongs, Blechs, die sie geraucht haben… rauchen.

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  3. Todesnachrichten sind Scheren oder scharfe Messer, die den Film der Welt durchtrennen.
    (Esther Kinsky)

    Ich fühle mit Dir und wünsche Dir viel Kraft für den Gang, der nächste Woche ansteht.

    Uwe

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  4. So geht es uns allen….
    Auch bei mir, 61er Jahrgang, blieben schon einige liegen.
    Zum einen die, welche es nie lassen konnten, Kiffen, Saufen, Rauchen, Scheiß fressen „bis der Arzt kommt“.
    Zum anderen in nur geringerer Anzahl die, welche immer „normal“ gelebt haben.
    Sport, genügend Schlaf, Familie, was man so hat. Ja sogar Bio Food.
    Es ist nicht immer das gelebte Leben, könnte man meinen.
    Man muß sich nur vor Augen halten, daß von 58 bis 62 oder so im Schnitt pro Jahr 150 oberirdische Atombombentests durchgeführt wurden. (Guggschdu Wiki )
    Wir bekamen also als Babys den vollen fallout ab.
    Dagegen war Tschernobyl ein warmer Sommerregen.
    Also, dreckig lachen, weiter machen.
    Mein Beileid.

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  5. mensch glumm, es tut mir leid dass du vertraute menschen sterben sehen musst, weggefährten über jahrzehnte. ich wünsche dir kraft, dass du sie ziehen lassen kannst und nicht deinen plan, oder was immer es ist, vergißt. wir wollen von dir lesen. du und die gräfin, ihr seid ein gutes team, gemeinsam ist leben weniger einsam. gruß, roswitha

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    • Bin Volker und gerade auf Besuch bei Christian R. in Bamberg. Telefonieren mit Stefan in Dresden und erfuhren die schlimme Nachricht von Markus Tod. Ruhe in Frieden, gedenke deiner.

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  6. Guten Abend zusammen,
    wir wissen doch wohl spätestens mit Mitte 30 worauf wir uns mit einem ungesunden Lebenswandel einlassen. Im Herbst des Lebens dann alles umkrempeln, um noch ein paar Tage, Wochen, Monate rauszuholen — hmm — wers mag. Als „Ehemaliger“ dann manchmal unangenehm pharisäerhaft werden will ich nicht. Ein bisschen zurückschalten ist OK, wenn einem der abgerockte Leib die näher gerückten Grenzen sowieso aufzeigt. Wer will schon 80plus werden? und wofür? Um in der Samstagszeitung die Todesanzeigen durchzublättern und den „ichlebenoch-Status“ abzuklopfen?

    Gruß
    Jens

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